Wirksame Therapie bei COVID-19: Zusammenhänge zwischen Epigenetik, COVID-19-Infektion und Vitamin D

Das hochgradig übertragbare und infektiöse COVID-19-Virus stellt nach wie vor weltweit eine große Bedrohung und einen wichtigen Forschungsschwerpunkt dar, da noch keine endgültige Behandlung gefunden wurde. Vor allem ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen sind am stärksten gefährdet. Zwar stehen derzeit verschiedene Impfstoffe zur Verfügung, um jedoch Ausbruch des Virus zu mildern und schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu verhindern, werden therapeutische Maßnahmen erforderlich sein. Seine schnelle Ausbreitung und Mutationsrate machen deutlich, wie wichtig es ist, die Struktur des Virus und seine biologische Funktion vollständig zu verstehen.

In einer kürzlich im International Journal of Molecular Sciences veröffentlichten Übersichtsarbeit untersuchten Forscher die Rolle epigenetischer Veränderungen der Genexpression der Wirtszelle bei der Bestimmung der Pathophysiologie von SARS-CoV-2. Sie untersuchten in diesem Zusammenhang den Einsatz von Vitamin D als therapeutische Maßnahme bei COVID-19. Epigenetische Veränderungen regulieren die Genexpression durch Veränderungen der Chromatinstruktur und wurden mit der viralen Pathophysiologie in Verbindung gebracht. Da epigenetische Veränderungen zum Lebenszyklus des Virus und zu den Immunreaktionen des Wirts auf die Infektion beitragen, sind epigenetische Medikamente vielversprechende Behandlungsziele zur Linderung von COVID-19.

DIESER INHALT IST GESCHÜTZT UND NUR FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ZUGÄNGLICH. BITTE LOGGEN SIE SICH MIT IHREN ZUGANGSDATEN EIN!

NOCH KEINEN FACHLOGIN? Einfach kostenlos registrieren und Zugang erhalten!

Lesen Sie auch

long covid und fibromyalgie

Chronische Muskelschmerzen, Fatigue und vielfältige körperliche Beschwerden gehören zu den häufig berichteten Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Die Ähnlichkeit zum Fibromyalgiesyndrom wirft die Frage auf, ob beide Erkrankungen gemeinsame biologische Mechanismen besitzen. Eine wissenschaftliche Hypothesenarbeit von Plaut (2023) stellt einen neuen Erklärungsansatz vor: Demnach könnten Veränderungen der Faszien und eine übermäßige Aktivität bestimmter Bindegewebszellen zur Entstehung chronischer Schmerzen beitragen.

fibromyalgie nach virusinfektionen

Chronische Muskelschmerzen, ausgeprägte Erschöpfung und kognitive Beeinträchtigungen können auch nach einer zunächst mild verlaufenden Virusinfektion auftreten. Besonders seit der COVID-19-Pandemie rückt die Frage in den Fokus, ob Infektionen die Entstehung einer Fibromyalgie begünstigen können. Eine umfangreiche Übersichtsarbeit von Plaut (2026) analysiert die wissenschaftliche Evidenz zu diesem Zusammenhang und diskutiert neue Erklärungsansätze, die neben dem Nervensystem auch das Muskel- und Bindegewebe einbeziehen.

papain neue erkenntnisse zur entzündungshemmenden wirkung

Papain ist ein pflanzliches Enzym aus der Papaya, das vor allem für seine eiweißspaltenden Eigenschaften bekannt ist. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Papain darüber hinaus entzündliche Prozesse auf zellulärer Ebene beeinflussen könnte. Eine experimentelle Studie von Jiang et al. (2022) untersuchte die Wirkung auf bestimmte Immunzellen und identifizierte einen möglichen Mechanismus, der insbesondere im Zusammenhang mit chronischen Gefäßentzündungen von Interesse ist.

langes sitzen unabhängiger risikofaktor

Sitzen nimmt in modernen Gesellschaften einen erheblichen Teil des Tages ein. Büroarbeit, Autofahrten und Bildschirmzeiten führen dazu, dass viele Menschen mehrere Stunden täglich nahezu ohne Muskelaktivität verbringen. Dabei ist langes Sitzen nicht einfach das Gegenteil von Sport: Eine Person kann die Empfehlungen für körperliche Aktivität erfüllen und gleichzeitig einen großen Teil des restlichen Tages sitzend verbringen.
Welche gesundheitlichen Folgen damit verbunden sind, untersuchten Patterson et al. (2018) in einer umfangreichen systematischen Übersichtsarbeit mit Dosis-Wirkungs-Metaanalyse. Eingeschlossen wurden 34 prospektive Studien mit insgesamt 1.331.468 Teilnehmern und einer durchschnittlichen Beobachtungsdauer von 8,9 Jahren. Analysiert wurden die Zusammenhänge zwischen der täglichen Sitzzeit beziehungsweise der Zeit vor dem Fernseher und Gesamtmortalität, kardiovaskulärer Mortalität, Krebsmortalität sowie dem Neuauftreten eines Typ-2-Diabetes.

alkoholkonsum und brustkrebs

Alkoholkonsum gilt als etablierter Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Ethanol und sein Stoffwechselprodukt Acetaldehyd werden von der International Agency for Research on Cancer als Humankarzinogene der Gruppe 1 eingestuft. Auch der kausale Zusammenhang zwischen alkoholischen Getränken und Brustkrebs bei Frauen ist seit Jahren bekannt. Weniger eindeutig war bislang jedoch, wie stark bereits geringe Alkoholmengen das Risiko beeinflussen und ob sich die Zusammenhänge je nach Menopausen- oder Rezeptorstatus unterscheiden.

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse von Sohi et al. (2024) wertete deshalb die verfügbare Evidenz aus prospektiven Kohortenstudien detailliert aus. Neben der durchschnittlichen Alkoholmenge untersuchten die Autoren auch episodisch hohen Konsum, den Zeitpunkt des ersten Alkoholkonsums sowie Unterschiede zwischen prä- und postmenopausalen Frauen und verschiedenen molekularen Brustkrebstypen.

lipödem mehr als eine fettgewebserkrankung

Das Lipödem wird bislang vor allem als Erkrankung des Fettgewebes betrachtet. Charakteristisch sind eine symmetrische, disproportionierte Vermehrung des subkutanen Fettgewebes, insbesondere an Beinen und häufig auch Armen, Schmerzen, Ödeme und eine geringe Reaktion des betroffenen Fettgewebes auf konventionelle Maßnahmen zur Gewichtsreduktion.

Eine aktuelle Übersichtsarbeit von Viana et al. (2026) erweitert diese Sichtweise: Die Autoren stellen die Hypothese auf, dass bei fortgeschrittenem Lipödem nicht nur das Fettgewebe, sondern zunehmend auch die Skelettmuskulatur funktionell beeinträchtigt sein könnte. Als mögliche Verbindung zwischen beiden Geweben rückt dabei die entzündliche Myosteatose – die Einlagerung von Fett in die Muskulatur in einem entzündlichen Milieu – in den Fokus.

Simply fill out the form. You will receive the 16-page special edition immediately by e-mail free of charge.

Füllen Sie einfach das Formular aus.

Sie erhalten den Sonderdruck in wenigen Minuten per E-Mail.

Anforderung Sonderdruck Silberlinde

Füllen Sie einfach das Formular aus.

Sie erhalten den Sonderdruck in wenigen Minuten per E-Mail.

Anforderung Sonderdruck Erkältungskrankheiten

Füllen Sie einfach das Formular aus.

Sie erhalten den Sonderdruck in wenigen Minuten per E-Mail.

Sonderdruck IHHT