Neurologie verständlich erklärt: Erfahren Sie, wie das Nervensystem funktioniert, welche neurologischen Prozesse Gesundheit und Funktion steuern und welche Bedeutung Diagnostik und Therapie haben.
Migräne zählt weltweit zu den häufigsten Erkrankungen mit hoher Krankheitslast. In Deutschland erfüllen rund 15 % der Frauen und 6 % der Männer alle Kriterien einer Migräne (1). Die Betroffenen klagen über einseitigen, pulsierenden Kopfschmerz, der einhergeht mit Übelkeit, Erbrechen oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Kommen Blitzlichter, Flimmern, Sprach- und Sprechstörungen oder Kribbeln in Armen oder Beinen dazu, spricht man von Migräne mit Aura. Stress, bestimmte Lebensmittel wie Schokolade oder Rotwein, Fasten, unregelmäßiger oder zu wenig Schlaf, bei Frauen Hormonschwankungen sowie weitere Faktoren können in anfälligen Personen eine Migräne auslösen (2). Ein Migräneanfall dauert bis zu 72 Stunden und beeinträchtigt massiv die Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Bei etwa jedem zehnten Betroffenen verfestigt sich die Migräne und wird chronisch. Desto wichtiger ist es, Patienten adäquat zu therapieren und Attacken vorzubeugen. Die Labordiagnostik hilft dabei, individuelle Stellschrauben zu identifizieren, die zur Migräne beitragen, um die Medikamenten-Therapie zu unterstützen.
Chronischer Stress bezeichnet eine dauerhafte körperliche und psychische Belastung, die über Wochen oder Monate anhält. Diese Form von Stress gehört heute zum Alltag vieler Menschen und gewinnt aus medizinischer Sicht zunehmend an Bedeutung: Immer mehr Patienten präsentieren Symptome stressbedingter Erkrankungen.
Autophagie ist essenziell für den zellulären und organismischen Erhalt, da sie den Abbau und das Recycling zellulärer Komponenten ermöglicht. Überalterte Organel-len, fehlgefaltete Proteine und eingeschlossene Schadstoffe werden entfernt. Be-sonders unter Stressbedingungen oder bei Nährstoffmangel ist dieses „Reinigungs-programm“ entscheidend.
Autophagie ist essenziell für den zellulären und organismischen Erhalt, da sie den Abbau und das Recycling zellulärer Komponenten ermöglicht. Überalterte Organellen, fehlgefaltete Proteine und eingeschlossene Schadstoffe werden entfernt. Besonders unter Stressbedingungen oder bei Nährstoffmangel ist dieses „Reinigungsprogramm“ entscheidend.
Die Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse (MGBA) stellt ein Forschungsfeld dar, das in den letzten Jahren erhebliche Aufmerksamkeit in der Gesundheitsbranche auf sich gezogen hat. Diese Achse beschreibt die Kommunikation zwischen dem zentralen Nervensystem (ZNS) und dem Gastrointestinaltrakt, welche über vielfältige Mechanismen wie neuroaktive Stoffwechselprodukte der Mikrobiota, Immunreaktionen und neuronale Pfade vermittelt wird. Ein wesentlicher Faktor in dieser komplexen Interaktion ist die Integrität der intestinalen Barriere, welche maßgeblich durch das Protein Zonulin beeinflusst wird. Zonulin reguliert die Permeabilität der Darmepithelien und spielt somit eine zentrale Rolle in der Aufrechterhaltung oder Störung homöostatischer Zustände, die mit verschiedenen Krankheiten, einschließlich neurologischer Störungen, assoziiert werden.
Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, die subzellulären, molekularen und funktionellen Auswirkungen von αS in Übermenge auf Monozyten (repräsentiert durch die THP-1-Zelllinie) und differenzierte Makrophagen zu untersuchen. Im Fokus stehen die Mechanismen der Autophagie und deren Zusammenhang mit inflammatorischen Prozessen in Monozyten und differenzierten Makrophagen, mit dem Ziel, ein besseres Verständnis der Rolle von αS in peripheren Entzündungsprozessen zu gewinnen.
Eine neue Studie deutet darauf hin, dass chronische Entzündungen bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) möglicherweise auf völlig neue Weise vorgebeugt werden können, indem ihr Darmmikrobiom verändert wird - die einzigartige Ansammlung von Mikroben, die im Verdauungstrakt leben und eine wichtige Rolle für Gesundheit und Krankheit spielen.
Neurowissenschaftler der UVA Health in Virginia (USA) haben einen möglichen Weg gefunden, die chronischen Entzündungen, die für Multiple Sklerose verantwortlich sind, zu unterbrechen. Der leitende Wissenschaftler Gaultier und sein Team sind Teil der Transuniversitären Mikrobiom-Initiative der UVA, die als zentraler Knotenpunkt für die hochmoderne Mikrobiomforschung der Universität dient. Ziel der Initiative ist es, unser Verständnis des Mikrobioms zu erweitern, um Krankheiten besser behandeln und verhindern zu können.






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