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Ein Fall für ganzheitliches Denken: Von der Bedeutung der Kinderfüsse für den gesunden Erwachsenenrücken, erklärt am Modell der Haltungskrankheit

Christoph-J.-Bäumer
Dr. med. et MSc. paed. ost.
Hamburg, Deutschland

Das Haltungssystem des Menschen spielt in der Regulationsmedizin, damit beim Gesunderhalt (Allostatic Response, Mc Ewen und Stellar, 1993, Abb. 9) und letztlich auch bei der Schmerzprävention des Menschen eine wichtige Rolle. Das Haltungssystem ist dabei verschiedenen wichtigen Einflüssen ausgesetzt: Der Genetik, der  Schwerkraft, der gewählten Ernährung mit möglichen Mangelerscheinungen- auch, aber nicht nur während des Wachstums-, einer möglichen umweltbedingten Stress- und Schadstoffbelastung, der muskulären Stärke bzw. Schwäche und der Qualität der neurologischen wie mechanischen Gleichgewichtigkeit der wirkenden organisierenden Kräfte, organischen Funktionsstörungen mit haltungsbezogener Bedeutung wie zum Beispiel Darmfunktionsstörungen wie Dysbiosen, Infekten, Narben nach Operationen und nicht zuletzt psychologischen und psychosomatischen Belastungen. 

Kinderfüsse sind die Basis der gesunden menschlichen Aufrichtung und dekonditionieren nachweislich neuromuskulär durch das Laufen auf glatten, harten „zivilisierten“ Oberflächen zunehmend. Diese Dekonditionierung verursacht eine funktionelle und sichtbare Schwäche. Daraufhin häufig verordnete passiv stützende konventionelle Einlagen verstärken zusätzlich die schon vorhandene Schwächung der fuß- und haltungsstabilisierenden Muskeln bei Kindern (Hollander et al., Growing up -habitually- barefoot influences the development of foot and arch morphology in children and adolescents, Scientific reports 7, Article number 8079 (2017), doi: 10-1038/s41598-017-07868-4). 

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