Emotionaler Stress beeinflusst eine Vielzahl physiologischer Regulationsprozesse und wirkt sich über das autonome Nervensystem auch auf die kardiovaskuläre Funktion aus. Dabei stehen Herz und Gehirn in einer kontinuierlichen wechselseitigen Kommunikation, an der zentrale neuronale Netzwerke sowie sympathische und parasympathische Regulationsmechanismen beteiligt sind.
Der Fachvortrag „Herz und Gehirn unter Stress – Physiologische Zusammenhänge emotionaler Belastung und autonomer Regulation“ vermittelt die physiologischen Grundlagen dieser Herz-Hirn-Interaktionen und beleuchtet, wie akute und chronische emotionale Belastungen autonome Regulationsprozesse beeinflussen können.
Im Mittelpunkt stehen die Reaktionen des sympathischen und parasympathischen Nervensystems, die Bedeutung der vagalen Regulation sowie die Herzratenvariabilität (HRV) als nichtinvasiver Parameter zur Beurteilung autonomer Regulationsprozesse. Dabei werden sowohl die Aussagekraft als auch die Grenzen der HRV im Kontext von Stress und emotionaler Belastung diskutiert.
Darauf aufbauend werden Zusammenhänge zwischen Stressverarbeitung, emotionaler Regulation und kardiovaskulären Reaktionen betrachtet und mögliche Ansatzpunkte zur Unterstützung einer ausgewogenen autonomen Regulation vorgestellt.
Ziel der Fortbildung ist es, ein differenziertes Verständnis der physiologischen Wechselwirkungen zwischen emotionalem Stress, zentralnervöser Verarbeitung und kardiovaskulärer Regulation zu vermitteln und deren Bedeutung für Prävention und therapeutische Praxis einzuordnen.
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