Mikronährstoffmedizin verständlich erklärt: Erfahren Sie, wie essentielle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente im Körper wirken, Gesundheit unterstützen und gezielt zur Prävention und Therapie eingesetzt werden können.
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Vielerlei Mikronährstoffe werden benötigt, um gesund und vital zu bleiben. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich ein rasanter Wandel hin zu industrialisierten Lebensmitteln vollzogen, die zu wenig Mikronährstoffe enthalten [1–4]. Dies spiegelt sich in der welt- weiten Ausbreitung des „versteckten Hungers“, der als ernährungsbedingter anhalten- der Mangel an Vitaminen und Mineralien gesehen wird [5–7]. Als essenzielle Bausteine des Lebens müssen Mineralstoffe in einer täglichen Menge von über 100 mg zugeführt werden. Spurenelemente werden in wesentlich geringeren Mengen benötigt.
Glaskörpertrübungen, häufig als „Mouches volantes“ oder Floater bezeichnet, gehören zu den häufigen ophthalmologischen Beschwerden. Betroffene nehmen bewegliche Punkte, Fäden, Ringe oder wolkenartige Schatten wahr, die besonders vor hellen, kontrastarmen Flächen auffallen. Viele Patienten gewöhnen sich im Verlauf an die Symptome. Bei ausgeprägten Trübungen können jedoch Lesen, Bildschirmarbeit, Autofahren und andere visuell anspruchsvolle Tätigkeiten deutlich beeinträchtigt sein.
Die klinische Studie von Ma et al. (2022) untersuchte, ob eine oral eingenommene Kombination proteolytischer Fruchtenzyme aus Bromelain, Papain und Ficin Glaskörpertrübungen reduzieren kann. Neben degenerativ entstandenen Trübungen wurden auch Floater nach Glaskörperblutung betrachtet.
Kreatin ist vor allem aus dem Sport- und Muskelstoffwechsel bekannt. Seine physiologische Bedeutung geht jedoch weit darüber hinaus: Über das Kreatin-Phosphokreatin-System trägt es zur schnellen Regeneration von ATP bei und unterstützt damit die Energieversorgung von Geweben mit hohem Energiebedarf. Dazu zählt auch das Gehirn, das trotz seines geringen Anteils an der Körpermasse einen erheblichen Teil des Ruheenergieverbrauchs beansprucht. Besonders unter Bedingungen erhöhter metabolischer Belastung – etwa bei Schlafmangel, Hypoxie, neurodegenerativen Erkrankungen oder anderen Störungen der Neuroenergetik – könnte Kreatin daher eine relevante Rolle spielen.
Die aktuelle Übersichtsarbeit von Pratt et al. (2026) zeigt jedoch auch: Die Forschung zu Kreatin und Gehirngesundheit steht methodisch noch vor erheblichen Herausforderungen. Zwar gibt es Hinweise, dass eine Supplementierung die Kreatinverfügbarkeit im Gehirn erhöhen und neuroenergetische Prozesse unterstützen kann. Gleichzeitig ist die Studienlage klein, heterogen und schwer vergleichbar. Ein zentrales Problem ist die Messung von Gehirn-Kreatin mittels Magnetresonanzspektroskopie, da Unterschiede in Messmethoden, Auswertung und Reproduzierbarkeit die Interpretation der Ergebnisse erschweren.
Die Leber, obwohl wichtigstes Speicher- und Syntheseorgan und zentraler Ort der Entgiftung, führt beim Thema Mikronährstoffe ein wissenschaftliches Schattendasein. Doch zeigen Studien, dass Lebererkrankungen oft mit Vitamin- und Mineralstoffdefiziten korrelieren. Ein Ausgleich scheint aus therapeutischer Sicht sinnvoll.
Oxidativer Stress entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und körpereigenen Antioxidantien. Dies begünstigt chronische Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerative Prozesse.
Tryptophan zählt zu den essenziellen Aminosäuren und beeinflusst entscheidend das menschliche Wohlbefinden. Es ist unverzichtbar für die Bildung des Glückshormons Serotonin und reguliert maßgeblich Immunprozesse und die Darmgesundheit.
Chronische Schmerzen gehören weltweit zu den Hauptursachen für Gesundheitsbeeinträchtigungen und Arbeitsunfähigkeit. Bis zu 30 % der Bevölkerung sind be-troffen, abhängig von Körperregion und Schmerzintensität, was erhebliche Belastungen für Betroffene und Gesundheitssysteme bedeutet. Während bekannt ist, dass Lebensstil-faktoren wie Bewegung und Körpergewicht die Schmerzentwicklung beeinflussen können, wurde der Rolle der Ernährung bisher deutlich weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln ist bei Frauen weit verbreitet und nimmt mit zunehmendem Alter weiter zu. Kreatin, ein bekanntes Nahrungsergänzungsmittel im Sportbereich, ist eine der am häufigsten genutzten Substanzen, um die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Während die Effekte von Kreatin auf Männer umfassend untersucht wurden, gibt es deutliche Wissenslücken bezüglich der Wirkung bei Frauen. Diese Unterschiede sind besonders relevant, da Frauen im Vergleich zu Männern etwa 70–80 % geringere endogene Kreatin-Speicher aufweisen, was auf hormonelle und physiologische Unterschiede zurückzuführen ist.





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