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Kompaktübersicht zu den Ursachen und Folgeerkrankungen von Dysbiose, Leaky Gut und Co., inkl. relevante Laborparameter und Behandlungsmaßnahmen
Das Mikrobiom reguliert die Immunität des Menschen und trägt zur Aufrechterhaltung der Immunabwehr im Darm bei, wo mikrobielle und aus der Nahrung stammende Antigene reichlich vorhanden sind. Moderne Lebensgewohnheiten, einschließlich der Ernährung und der Einsatz von Medikamenten wie Antibiotika, haben die nützlichen Bakterienspezies, insbesondere die Butyrat produzierenden Clostridien im menschlichen Darm, dezimiert.
Diese Verarmung des Darmmikrobioms wird mit der zunehmenden Häufigkeit von Lebensmittelallergien, entzündlichen Darmerkrankungen und anderen nicht übertragbaren chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht.
Die Bedeutung der Ernährung für ein gesundes Altern wird in der wissenschaftlichen Literatur zunehmend betont. Neben der weithin anerkannten Mittelmeerdiät existieren weniger bekannte traditionelle Ernährungsmuster, die ebenfalls bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile bieten. Ein solches Beispiel ist die Okinawa-Diät, die im Kontext der sogenannten „Blue Zones“ Beachtung findet – Regionen, die sich durch außergewöhnlich hohe Lebenserwartungen und geringe Raten altersbedingter Erkrankungen auszeichnen.
Die vorliegende Analyse beleuchtet die Okinawa-Diät als Modell für gesundes Altern, stellt ihre zentralen Merkmale dar und vergleicht sie mit anderen bekannten Ernährungsmustern. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für die positiven gesundheitlichen Effekte dieser Ernährungsweise darzustellen und deren mögliche Integration in moderne Ernährungsgewohnheiten zu diskutieren.
In den tiefen Windungen unseres Verdauungssystems verbirgt sich eine faszinierende und komplexe Welt, die Wissenschaftler zunehmend als Schlüssel zu unserer Gesundheit erkennen: das Mikrobiom. Dieses mikroskopische Universum aus Billionen von Bakterien, Viren und Pilzen, das in unserem Darm lebt, beeinflusst nicht nur unsere Verdauung, sondern auch unser Immunsystem, unsere Stimmung und sogar unser Gewicht. Die Pflege dieses empfindlichen Gleichgewichts kann eine wahre Gesundheitsrevolution sein.
Etwa 10-15% der Bevölkerung in den westlichen Ländern leiden unter dem Reizdarmsyndrom (RDS) [l], das durch chronische oder wiederkehrende Schmerzen im Unterleib und Änderungen der Stuhlgewohnheiten charakterisiert ist. Des Weiteren haben Studien gezeigt, dass Frauen in der 2. bis 3. Lebensdekade ungefähr doppelt so häufig betroffen sind. Außerdem sinkt die Prävalenz mit höherem Einkommen [2]. Ein RDS liegt laut den S3-Leitlinien [3] vor, wenn die folgenden 3 Punkte erfüllt sind: 1) Es bestehen chronische, d.h. länger als 3 Monate anhaltende Beschwerden (z.B. Bauchschmerzen, Blähungen), die vom Patienten und Arzt auf den Darm bezogen werden und in der Regel mit Stuhlgangveränderungen einhergehen. 2) Die Beschwerden sollen begründen, dass die Patient/innen deswegen Hilfe suchen und/oder sich sorgen, bzw. so stark sein, dass die Lebensqualität hierdurch relevant beeinträchtigt wird. 3) Es liegen keine für andere Krankheitsbilder charakteristischen Veränderungen vor, die mit höherer Wahrscheinlichkeit für die Symptome verantwortlich sind. In der Regel kann man bei dieser Erkrankung ungefähr ein Drittel Obstipationsfälle, ein Drittel Diarrhöfälle und ein Drittel beides beobachten. Das RDS ist noch nicht kurativ behandelbar, sodass eine symptomatische Therapie empfohlen wird [3]. In der komplementärmedizinischen Therapie wird das RDS häufig mit Padma Lax, Pfefferminzöl oder auch Kräutermischungen (Mentha longifolia, Cyperus rotundus und Zingiber officinale) behandelt [ 4-6].
Die Mikrobiota-Darm-Hirn-Achse (MGBA) stellt ein Forschungsfeld dar, das in den letzten Jahren erhebliche Aufmerksamkeit in der Gesundheitsbranche auf sich gezogen hat. Diese Achse beschreibt die Kommunikation zwischen dem zentralen Nervensystem (ZNS) und dem Gastrointestinaltrakt, welche über vielfältige Mechanismen wie neuroaktive Stoffwechselprodukte der Mikrobiota, Immunreaktionen und neuronale Pfade vermittelt wird. Ein wesentlicher Faktor in dieser komplexen Interaktion ist die Integrität der intestinalen Barriere, welche maßgeblich durch das Protein Zonulin beeinflusst wird. Zonulin reguliert die Permeabilität der Darmepithelien und spielt somit eine zentrale Rolle in der Aufrechterhaltung oder Störung homöostatischer Zustände, die mit verschiedenen Krankheiten, einschließlich neurologischer Störungen, assoziiert werden.
Prebiotika sind aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Die klinischen Anwendungsbereiche werden vielfältiger, was nicht zuletzt auf die enormen Forschungsfortschritte im Bereich des Mikrobioms zurückzuführen ist. Innerhalb des komplexen Ökosystems des menschlichen Mikrobioms spielen Prebiotika eine bedeutende Rolle, indem sie selektiv das Wachstum und die Aktivität vorteilhafter Mikroorganismen fördern. Mit diesem Hintergrund sind Prebiotika zu unverzichtbaren Werkzeugen geworden, um das Gleichgewicht des Mikrobioms zu unterstützen und damit verbundene pathologische Zustände zu modulieren. Prebiotisch wirkende Substanzen, die oft in Form von nicht verdaulichen Kohlenhydraten vorliegen, haben das Potenzial, die Darmgesundheit zu verbessern, entzündliche Prozesse zu mildern und sogar die metabolische Gesundheit und das Körpergewicht zu beeinflussen. (1,2,3,4,5)
Metformin, ein seit Jahrzehnten in der Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) verwendetes Medikament, hat in den letzten Jahren zunehmende Aufmerksamkeit aufgrund seiner potenziellen anti-aging Eigenschaften und weitreichenden gesundheitlichen Vorteile erlangt. Ursprünglich aus dem französischen Flieder (Galega officinalis) isoliert, wurde Metformin in den 1950er Jahren als hypoglykämischer Wirkstoff anerkannt. Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von Metformin machen das Medikament zu einem spannenden Forschungsobjekt in der modernen Medizin. Das vorliegende Review zielt darauf ab, die aktuellen Erkenntnisse über Metformin, insbesondere im Kontext von Entzündungen, dem Darmmikrobiom und Longevity, also gesundem Altern, zusammenzufassen und dessen potenzielle Anwendungen jenseits der Blutzuckerkontrolle zu beleuchten.
Seit der Entdeckung von Helicobacter pylori im Jahre 1982 sorgt dieser Keim, der die Magenschleimhaut besiedelt, für Diskussionen über die Pathogenese von Magen- und Zwölffingerdarm-Erkrankungen. Nach aktuellen Schätzungen muss man davon ausgehen, dass weltweit jeder zweite Mensch mit Helicobacter infiziert ist, in Deutschland sollen 33 Millionen Menschen betroffen sein. Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Lebensalter. Meist entsteht die Infektion bereits während der Kindheit, aber oft erst nach Jahrzehnten sorgt das Bakterium etwa bei jedem Zehnten für Folgeerkrankungen. Häufig dann, wenn weitere Risikofaktoren hinzukommen, wie z.B. Stress, Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum, häufige Einnahme von Schmerzmitteln der Gruppe nicht-steroidale Antiphlogistika, eine saure Stoffwechsellage, salzreiche, ballaststoff- und vitaminarme Kost, niedriger sozioökonomischer Status. Auch Menschen mit der Blutgruppe 0 besitzen ein erhöhtes Risiko, da sie in der Oberfläche der Magenschleimhaut ein bestimmtes Antigen besitzen, das prädestiniert ist für die Anlagerung von Helicobacter pylori. Man schätzt, dass ca. 80 bis 90 Prozent aller Magenschleimhautentzündungen durch den Helicobacter-Infekt Beschwerden machen, 70 bis 80 Prozent aller Magengeschwüre, 70 bis 95 Prozent aller Zwölffingerdarmgeschwüre und etwa die Hälfte aller Fälle von Reizmagen. Der Keim gilt daher als entscheidender Verursacher von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Außerdem wird er für die Entstehung von Magen-Darm-Karzinomen verantwortlich gemacht. Helicobacter-Träger haben ein 5-fach erhöhtes Risiko, an einem Magenkarzinom zu erkranken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat daher dieses Bakterium bereits 1994 in die Klasse I der kanzerogenen Stoffe eingestuft (1, 2, 3).
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